Umschuldung mit negativer Schufa

Eine Umschuldung ist auch mit negativer Schufa grundsätzlich möglich. Zielführend ist sie jedoch nur, wenn der Zinssatz niedriger als bei den bisherigen Krediten ausfällt oder wenn die Monatsraten infolge einer längeren Laufzeit sinken und der bisherige Darlehensgeber die erbetene Vertragsänderung abgelehnt hat.

Bei der Berechnung der möglichen Zinseinsparung dürfen Kreditkunden die möglicherweise für die vorzeitige Ablösung ihres bisherigen Kredites fälligen Vorfälligkeitszinsen nicht übersehen.

Die Suche nach einem Umschuldungskredit mit negativer Schufa

Das klassische Schweizer Darlehen ohne Schufa eignet sich aufgrund der eingeschränkten Kreditsumme von 3500 beziehungsweise 5000 Euro und wegen der relativ hohen Zinsen nur bedingt für eine Umschuldung. Im Gegensatz zu einer offiziellen Kreditumschuldung erfolgt die Vergabe ohne Angabe des Verwendungszwecks, sodass die Bank den Kreditbetrag direkt auf das Konto des Kreditnehmers überweist.

Üblicherweise gibt der Kreditnehmer bei einer Umschuldung mit negativer Schufa gegenüber der Bank an, dass er das Geld zur Ablöse bestehender Kredite verwendet. Das Geldinstitut überweist die einzelnen Teilbeträge direkt auf die bestehenden Kreditvertragskonten, sodass die alten Darlehen ausgeglichen werden. Auf dem Girokonto des Kunden gehen lediglich der für die Ablösung des Dispositionskredites bestimmte Betrag und eine eventuelle Kreditaufstockung ein.

Viele Geldinstitute verlangen bei einem Kredit für eine Umschuldung mit negativer Schufa die Einbeziehung aller aktuellen Verbindlichkeiten. Ausnahmen gelten generell für Immobilienkredite, deren vorzeitige Rückzahlung ohnehin nicht immer möglich ist, und häufig für Kredite mit Sonderkonditionen wie ein Autodarlehen oder eine zinsfreie Teilzahlung im Einzel- beziehungsweise Versandhandel. Wenn Kreditkunden mit schwacher Schufa nicht alle Bestandskredite in die Umschuldung einbeziehen möchten, achten sie bei ihrem Kreditvergleich darauf, welche Bank eine Teilumschuldung zulässt.

Einige Geldinstitute und Kreditvermittler haben sich auf die Umschuldung mit negativer Schufa spezialisiert. Wer deren Angebote nutzt, erhält in deutlich mehr Fällen einen neuen Kredit als Verbraucher, die bei schlechter Bonität eigenständig nach einem neuen Darlehen suchen. Vor dem Vertragsabschluss prüfen Kreditnehmer unbedingt, ob die Umschuldungsspezialisten tatsächlich den preiswertesten Kreditvertrag unterbreiten.

Die Beauftragung eines Kreditvermittlers für die Suche nach einem Kredit zur Umschuldung mit negativer Schufa bietet sich an. Der Fachmann erzielt aufgrund seiner Erfahrung und seiner Marktkenntnis oftmals eine Kreditvergabe selbst in äußerst schwierigen Fällen. Grundvoraussetzung für den Einsatz eines Dienstleisters ist, dass dieser ausschließlich eine Erfolgsprovision in angemessener Höhe und in keinem Fall Vorkosten berechnet. Der neue Kredit stammt häufig von einer ausländischen Bank. Wenn sich deren Sitz außerhalb des Euro-Währungsraumes und auch nicht in der Schweiz befindet, ist die Kreditabwicklung als Fremdwährungsdarlehen verbreitet. Damit steigt oder fällt die monatliche Rate ebenso wie der Gesamtbetrag der Kreditrückzahlung, wenn sich der Wechselkurs verändert.

Die Chancen für eine Umschuldung durch ein inländisches Kreditinstitut steigen bei negativer Schufa, wenn der Kreditnehmer einen Bürgen stellt. Als von vielen Banken sogar bevorzugte Alternative ist ein zweiter Antragsteller denkbar. Der Bürge beziehungsweise der Mitantragsteller muss über ein regelmäßiges Einkommen und eine Schufa-Auskunft ohne Negativeintrag verfügen.

Welche Bedingungen soll der neue Kredit erfüllen?

Dass die Umschuldung mit negativer Schufa zu einer möglichst geringen Zinsbelastung führen soll, versteht sich von selbst. Der effektive Jahreszinssatz schließt alle mit der Kreditvergabe in Verbindung stehenden Kosten ein und stellt somit das zentrale Merkmal bei einem Kreditvergleich dar.

Neben einem günstigen Zinssatz sind bei einer Kreditumschuldung mit negativer Schufa flexible Rückzahlungsbedingungen wünschenswert. Die Erlaubnis, einmal im Jahr oder wenigstens alle zwei Jahre mit einer Rate zu pausieren, erleichtert die ordnungsgemäße Darlehenstilgung bei unerwarteten Ausgaben. Das Recht auf eine vorzeitige Rückzahlung ohne Berechnung von Vorfälligkeitszinsen ermöglicht eine erneute Umschuldung, falls die Kreditzinsen weiterhin fallen.

Die für die Umschuldung zu zahlende Monatsrate muss aus dem laufenden Einkommen bezahlbar sein. Eine erneute Kreditaufnahme oder auch nur die Inanspruchnahme des möglicherweise trotz der negativen Schufa weiterhin vorhandenen Dispositionskredites ausgerechnet zur Kredittilgung führt leicht zu einer erneuten starken Verschuldung und ist zu vermeiden. Aus diesem Grund bietet sich bei einer Umschuldung mit negativer Schufa-Auskunft eine möglichst lange Vertragslaufzeit an.

Der Privatkredit für die Umschuldung mit negativer Bonität

Alternativ zu einem Bankdarlehen lässt sich die Umschuldung mit negativer Schufa über ein organisiertes Privatdarlehen vornehmen. Ein Bürge ist in diesem Fall nur bei einem harten Negativmerkmal oder bei mehreren weichen Negativeinträgen notwendig.

Die auf den Privatkredit-Plattformen als Kreditgeber tätigen Mitglieder achten bei ihren Entscheidungen zu einem großen Teil auf soziale Kriterien und auf die Notwendigkeit der Kreditvergabe. Konsequenterweise zeichnen sie eine Anfrage für eine Kreditumschuldung zur Zinsersparnis deutlich zögerlicher als eine solche von Bankkunden, welche die gegenwärtigen Raten nicht mehr tragen können und deshalb auf einen neuen Kredit mit verlängerter Laufzeit angewiesen sind.

Zum Teil erlauben die Plattformbetreiber, den Inhalt der Schufa-Auskunft vor den Kreditgebern zu verbergen. Erfahrungsgemäß führt ein offener Umgang mit negativen Bonitätsmerkmalen jedoch eher als das Verschweigen einer schlechten Schufa zur gewünschten Kreditzeichnung, da die privaten Kreditgeber vollständige und ehrliche Informationen honorieren. Zudem weist die Nichtveröffentlichung der Schufa-Daten zwangsläufig auf eine schlechte Bonität hin.