Kredit für Wohnungseinrichtung

Der notwendige Betrag hängt bei einem Kredit für eine Wohnungseinrichtung von den Bedürfnissen des Kreditnehmers ebenso wie von dessen konkreter Lebenssituation ab. Für die Einrichtung einer kompletten Wohnung ist mehr Geld als für die Neugestaltung einzelner Zimmer erforderlich. In einigen Bundesländern verringern sich die Einrichtungskosten einer Mietwohnung, da der Vermieter generell oder bei einfachen Wohnungen die Grundausstattung der Küche stellt.

Die Verwendung des Dispositionskredites zur Finanzierung einer Wohnungseinrichtung ist unkompliziert. Sie ist jedoch mit hohen Zinskosten verbunden und nur empfehlenswert, wenn der Kauf einzelner Möbelstücke erfolgt und der Kontoinhaber sein Girokonto innerhalb weniger Monat ausgleichen kann. Bei der Finanzierung der neuen Wohnungseinrichtung über die Teilzahlungsfunktion einer Kreditkarte sind die anfallenden Sollzinsen noch höher als bei der Nutzung des Verfügungsrahmens eines Girokontos.

Falls der Erwerb der Wohnungseinrichtung in Verbindung mit einem Umzug erfolgt, empfiehlt sich die Zusammenfassung des gesamten Geldbedarfs, soweit er nicht über eine Händlerfinanzierung abgewickelt wird, zu einem einzigen Kredit. Wenn Verbraucher mehrere Bankkredite innerhalb weniger Monate aufnehmen, droht eine vorübergehende Verschlechterung des Schufa-Scores, der zu höheren Zinskosten bei bonitätsabhängiger Zinsberechnung führt. Dieser Effekt lässt sich durch die Aufnahme eines einzigen Bankdarlehens vermeiden.

Die Finanzierung einer Wohnungseinrichtung über den Händler

Viele Möbelhäuser bieten ebenso wie Warenhäuser und Online-Händler eine Teilzahlung als Kredit für eine Wohnungseinrichtung an. Je nach Kaufbetrag verzichten sie auf die Vorlage von Einkommensnachweisen. Verbraucher mit geringen oder unregelmäßigen Einkünften können dadurch motiviert werden, die Einrichtungsgegenstände für die einzelnen Räume bei unterschiedlichen Geschäften zu erwerben und so jeweils den Höchstbetrag für die Finanzierung ohne Gehaltsnachweis zu unterschreiten. Diese Vorgehensweise ist statthaft, wenn sie die nach dem Kauf fälligen Monatsraten zuverlässig bezahlen können. Bei der Selbstprüfung ihrer Zahlungsfähigkeit berücksichtigen Möbelkäufer unerwartete Zusatzausgaben und achten auf die Gesamtbelastung durch die Summe der einzelnen Ratenzahlungsvereinbarungen. Im Gegensatz zu Banken erhalten Händler bei einer von ihnen eingereichten Schufa-Anfrage keine Angaben über bestehende Verbindlichkeiten, sodass sie eine drohende Überschuldung aufgrund mehrerer Teilzahlungsvereinbarungen nicht erkennen können.

Die Zinssätze sind bei der Finanzierung einer Wohnungseinrichtung über den Händler häufig ausgesprochen niedrig, zum Teil bieten die Verkäufer sogar eine Null-Prozent-Finanzierung an. Dennoch ist der über das Geschäft aufgenommene Kredit für eine Wohnungseinrichtung nicht zwingend die günstigste Kaufvariante. Vielmehr vergleichen Interessenten an einer Neueinrichtung ihrer Wohnung neben den Zinskosten den Kaufpreis für die eigentliche Ware einschließlich der Nebenleistungen wie Lieferung und Aufbau. Nicht selten sind die Möbelpreise bei den Anbietern, die kein eigenes Finanzierungsangebot unterbreiten, am günstigsten.

Der Bankkredit für eine Wohnungseinrichtung

Verschiedene Banken bieten Einrichtungsdarlehen zu besonderen Konditionen an. Diese zweckgebundenen Kredite sind günstiger als zur freien Verfügung ausgezahlte Ratenkredite derselben Bank. Ob sie auch preiswerter sind als ein ohne Zweckbindung ausgezahlter Kredit eines anderen Geldinstitutes zeigt der Kreditvergleich an. Bei diesem achten Wohnungsinhaber außer auf einen niedrigen effektiven Jahreszinssatz auch auf die Flexibilität der Rückzahlung. Idealerweise erlaubt der Kreditvertrag sowohl kostenlose zusätzliche Tilgungen als auch eine gelegentliche Ratenaussetzung.

Viele Paare nehmen bewusst den Kredit für die Wohnungseinrichtung ihrer ersten gemeinsamen Wohnung zu zweit auf. Wenn sie zum Zeitpunkt der Kreditbeantragung noch nicht zusammenleben, ist diese Vorgehensweise bei einer geringen Anzahl an Banken nicht möglich, da diese eine gemeinsame Anschrift beider Kreditnehmer fordern. Bei einem Kreditvergleich für die Einrichtung der ersten gemeinsamen Wohnung achten Paare darauf, bei welchen Banken die Kreditaufnahme zu zweit auch bei zum Zeitpunkt der Antragstellung unterschiedlichen Adressen möglich ist. Das trifft auch auf junge Menschen mit geringen Einkünften zu, welche die Kreditaufnahme für die Wohnungseinrichtung gemeinsam mit einem Elternteil vornehmen.

Bei einer negativen Schufa lässt sich der schufafreie Schweizer Kredit auch für eine Wohnungseinrichtung verwenden, wobei der Höchstbetrag von je nach Bank 3500 oder 5000 Euro dem Kauf jedoch Grenzen setzt. Eine Alternative bietet die Beauftragung eines seriösen Kreditvermittlers, der Finanzierungsmöglichkeiten für die Einrichtung der Wohnung bei inländischen und ausländischen Banken prüft. Zudem sind einige Geldinstitute zur Kreditvergabe bei einem einzigen weichen Negativmerkmal nach einer Einzelfallprüfung bereit, worauf sie in ihren Vergaberichtlinien hinweisen.

Der organisierte Privatkredit für eine Wohnungseinrichtung

Als Alternative zu einem Bankdarlehen lässt sich ein privater Kredit für eine Wohnungseinrichtung aufnehmen. Für die Aufnahme auf eine entsprechende Plattform als Kreditsuchender ist ein geringes Mindesteinkommen erforderlich, zugleich akzeptieren die Betreiber auch Neumitglieder mit einem weichen Schufa-Negativeintrag.

Die Aufnahme als Kreditsuchender stellt auf einer Privatkredit-Plattform den ersten Schritt zu einem Kredit für eine Wohnungseinrichtung dar. Für die Auszahlung des Geldes ist zusätzlich erforderlich, dass die eingereichte Plattform durch einen oder mehrere Kreditgeber gezeichnet wird. Hierfür sind eine möglichst genaue Schilderung der persönlichen Lebenssituation und umfassende Angaben über die gewünschten Möbel hilfreich, da die privaten Kreditgeber zu einem großen Teil gezielt Kredite an die Projekte und die Kreditsuchenden vergeben, die sie aufgrund des Vorhabens oder aus sozialen Gründen unterstützen möchten. Diese Entscheidungsweise bewirkt, dass Antragsteller wie Studenten und Personen mit unregelmäßigem Einkommen, für die Bankdarlehen schwer zugänglich sind, auf einer Privatkredit-Plattform hervorragende Erfolgsaussichten haben.